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Tag 5 - Freitag, 07.02.

Gestern habe ich eine neue Abteilung im Altenheim kennengelernt, denn ich war nicht in der Ergotherapie tätig, sondern mit einer Alltagsbegleiterin unterwegs.

Mein Arbeitstag begann wieder um 9 Uhr morgens. Ich begleitete die Alltagsbegleiterin in den dritten Wohnbereich, wo ich einigen Senioren vorgestellt wurde und mir Räumlichkeiten, wie das Pflegebad oder ein Raum mit der Arbeitskleidung der Pfleger und sauberen Handtüchern gezeigt wurden.

Gegen 11 Uhr begann die Sportgruppe. Mit Bällen, Gewichten und Handtüchern wird dafür gesorgt, dass die Bewohner noch lange fit und in Bewegung bleiben. Wir betätigten uns etwa eine Stunde sportlich und holten dann noch weitere Bewohner, die im Rollstuhl sitzen, hinzu. Nun wurde mit einem großen Gymnastikball Sitzfußball gespielt und alle waren mit viel Freude dabei. 

Kurz vor dem Mittagessen brachten wir die Bewohner in den Speisesaal und besuchten dann eine Dame in ihrem Zimmer. Sie wollte heute Joghurts einkaufen gehen, die sie jeden Abend isst. Mir wurde erklärt, dass die Bewohner Wert auf Selbstständgkeit legen, und deshalb gerne selbst kleinere Besorgungen erledigen. Wir begleiteten die Dame zum nahegelegenen Supermarkt, wo sie sich Joghurt aussuchte. Sie versuchte mehrfach, sich bei uns zu bedanken, indem sie uns Sekt oder Schokolade schenken wollte, aber wir lehnten dankend ab. 

Auf dem Rückweg zum Altenheim erzählte mir die Begleiterin, dass sich die Senioren, die aus der Umgebung des Heimes stammen, immer sehr über Spaziergänge freuen. Eine Dame, die früher einene kleinen Gemüseladen in Mickten besessen hatte, hatte sich letzten Sommer gewünscht, mit einer Alltagsbegleiterin einen Supermarkt zu besuchen. Aber nicht um etwas einzukaufen sondern um zu sehen, was sich seit der Zeit in der sie als Ladenbesitzerin gearbeitet hatte, verändert hatte. Sie hatte sehr über die große Auswahl an Produkten und die modernen Kassen gestaunt.

Als wir wieder am Pflegeheim angekommen waren, brachten wir die Dame zurück in ihr Zimmer, wo sie ihre Sachen abstellte und dann zum Essen ging, wo ich ihr Gesellschaft leistete und mich mit ihr unterhielt.

Anschließend ging ich runter zur Essensgruppe in die Ergotherapie, wo heute gekocht wurde. Jeden Freitg kochen einige Bewohner hier zusammen und verzehren die Gerichte dann. Heute wurde gefülltes Hähnchen, Kartoffeln, Gurkensalat und Apfelkompott gekocht. Ich brachte die Senioren, die bereits aufgegessen hatten, zurück in ihre Zimmer, wo sie Mittagsschlaf hielten. 

Als alle Bewohner in ihren Zimmern waren, durfte ich auch ein Apfelkompott essen, welches heute übrig geblieben war. Es schmeckte sehr gut .

Nun besuchte ich wieder die Dame, mit der ich am Vormittag einkaufen war. Ich half ihr, die gekauften Joghurts mit ihrem Namen zu beschriften und stellte sie dann in den Kühlschrank des Wohnbereiches. Jeder Bewohner kann hier einige Lebensmittel unterbringen, muss diese allerdings vorher mit seinem Namen versehen, damit es nicht zu Verwechslungen kommt.

Die Seniorin zeigte mir eine Puppe, die auf ihrem Bett stand, und erzählte, die habe sie aus dem heutigen Polen. Damals war der Teil von Deutschland, in dem sie lebte, zu Polen geworden und sie musste mit ihrer Familie fliehen. Das Einzige, was ihr von ihrem damaligen Leben geblieben war, war ihre Puppe. 

Mir hat auch dieser Tag meines Praktikums sehr gut gefallen, da ich einen neuen Teil des Altenheimes kennenglernt habe und ich es sehr interessant fand, mich mit der Alltagsbegleiterin und den Bewohnern zu unterhalten. 

 

8.2.14 12:43
 


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